Newsletter 2. Quartal 2018 – Fragerunde

In diesem Newsletter stelle ich ein paar Fragen, die ich in aller Ehrlichkeit beantworte. Auf Fragen, die ich nicht ehrlich antworten würde, verzichte ich hier.

  • Warum bloggst Du?

Es hat was mit meiner Eigenschaft als Denker zu tun. Es ist eine Art Selbsttherapie. Ich blogge, um mich mit für mich interessanten Themen auseinanderzusetzen und den eigenen Erfahrungen, der eigenen Vergangenheit.

  • Was ist für dich der Sinn des Lebens?

Das „nur“ Leben, die Existenz macht keinen Sinn für mich. Es macht aber genausoviel Sinn, wie man ihm geben kann. Familie, Freunde, was erleben. Das ist es!

  • Du bist jetzt fast 3 Jahre mit deiner Freundin zusammen. Warum heiratet ihr nicht?

Alles zu seiner Zeit. Jeder von uns hat noch mit der Vergangenheit zu tun, die soll erst abgearbeitet werden, bevor wir die Zukunft planen. Davon ab: Ein Trauschein ist doch auch kein Garantiepapier, oder?

  • Worauf legst Du in einer Freundschaft wert?

Auf die Qualität der Anwesenheit, nicht die Quantität. Wahre Freundschaft bedeutet für mich, immer für einander da zu sein. Auch wenn man sich 1 Monat nicht gesehen hat, sollte es einem vorkommen, als ob man sich gestern gesehen hat.

  • Könntest Du einen Tag mit einem Sportler verbringen, wäre es…

… Cristiano Ronaldo. Denn ich glaube nicht, dass er so arrogant und schlecht ist, wie er immer gemacht wird. In den Medien wird er oft als arrogant dargestellt. Aber fragt mal ehemalige Mitspieler von ihm.

  • In deinen „Besser Leben“ Beiträgen wirkst Du, als ob Du dir vieles einfach machst?!

Das kann man so nicht sagen. Ich war früher ein Mensch, der viel „zerdenkt“ hat. Dann habe ich irgendwann festgestellt, denken ist kein handeln, es bewirkt keine Änderung. Es macht es nur schwerer. Also habe ich meine Einstellung geändert. Zwar denke ich immer noch vorher nach, aber es gibt einen entscheidenden Unterschied zu früher: Wenn ich entscheide, so wird es gemacht, dann gehe ich den Weg ohne Kompromisse. Zöger nicht, auch wenn ich scheitern sollte. Dann unternehme ich halt einen neuen Anlauf. Es sei denn, ich merke, es hat keinen Zweck. Dann lasse ich es und opfere nicht noch mehr Zeit und Energie. Ich habe eine Familie. Da ist die Zeit besser investiert als in sinnlosen Unterfangen.

  • Denker oder Macher. Was bist Du?

Denker. Aber ich habe den Anspruch an mich, zum nachdenkenden Macher zu werden.

  • Was ist dein Lieblingsessen/-buch/-sportmannschaft?

Essen: Hackfleisch aller Art. Ob Braten, Schalbennester oder Buletten,…

Buch: Einen absoluten Favoriten habe ich nicht. Aber ich stehe auf „Schicksalsliteratur“ wie „Ein ganzes halbes Jahr“, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, „Wahnsinn im Kopf“ und erotische Literatur wie „Brombeerfesseln“

Sportmannschaft: Auch wenn ich manche enttäusche damit: Bayern München. Schon seit 1986.

  • Was siehst Du am liebsten im TV?

So viel TV sehe ich gar nicht. Aber eine Präferenz habe ich für Serien. Dexter, Vikings, The Big Bang Theory, Hör mal wer da hämmert oder Dr. House. Mir wurde schon nachgesagt, ich hätte ein wenig von ihm. Braking Bad oder Game of Thrones, von so vielen gefeiert, sind nicht mein Ding.

  • Was bedeutet für dich Mut?

Mut ist für mich nicht die Abwesenheit von Angst. Mut ist, die Angst zu überwinden. Natürlich habe ich auch manchmal Angst, auch wenn mir gerade kein Beispiel einfällt. Ängstlich sein habe ich mir mühsam abgewöhnt.

  • Hältst Du weinen für eine Schwäche?

Ganz und gar nicht. Eher ist es eine Stärke für mich, Emotionen zu zeigen. Nahe am Wasser war ich aber dafür nie gewesen. Die Male, die ich geweint habe in meinem Leben, kann ich an einer Hand abzählen. Einmal war, als eine Krankheit vorschnell als Krebs diagnostiziert wurde. Mit Anfang 20 dem möglichen Tod in’s Auge zu blicken, das war mir zuviel. Einmal auch wegen einer Frau. Übrigens habe ich damals gemerkt, dass Tränen wirklich salzig sind. Und einmal auch wegen einem Tier.

  • Wie gehst Du mit Schicksalsschlägen um?

Kommt auf den Schicksalsschlag an.

Beruflich hatte ich viele, die Gewohnheit lässt mich recht gelassen mit allen Situationen umgehen.

Privat ist das was anderes, weil ein Schicksalsschlag z.B. einen Todesfall sein kann. Oktober 2016 ist meine Oma gestorben, daran knabber ich immer noch ein wenig, denn es war der erste Todesfall, den ich erlebt habe. Wenn es geplatzte Ziele sind, justiere ich meinen Fokus neu, das macht mir wenig aus. Gesundheitlich reagiere ich recht gelassen. Ich nehme es, wie es kommt. Mache das Beste aus jeder Situation. Die Fragen nach dem „Warum“ habe ich mir abgewöhnt, denn darauf bekommt man eh keine Antwort, es erhöht nur den Frustfaktor.

  • Magst Du Tiere?/Hast Du welche?

Ob ich sie mag? Generell ja. Nervige Insekten natürlich nicht. Hunde und Katzen auf jeden Fall. Ich bin besonders der Hundemensch. Sogar teilweise so extrem, dass meine Freundin schimpft, wenn ich auf fremde Hunde zu enthusiastisch zugehe.

Als Kind hatten wir immer Vögel in der Familie. Begonnen hatte ich mit der Tradition, als eine Mitschülerin in der Klasse fragte, ob jemand ihren Wellensittich haben will, weil sie ihn weggeben muss. Alle Kinder meinten, sie müssen erst die Eltern fragen. Ich habe die Chance gesehen und gesagt „Bring vorbei“. Dann hieß es nur noch, dass meiner alleinerziehenden Mutter beizubringen.

Mein erster Nymphensittich hatte scharfe Krallen, so dass ich ihn nur auf einem Bleistift trug. In einem Sommertag flog er leider weg. Die Balkontür war nur eine handbreit geöffnet, normal hätte er da nicht durch kommen dürfen. Wie er das schaffte, keine Ahnung. Jedenfalls suchte ich stundenlang in der Nachbarschaft, fand ihn aber nicht wieder.

Mein letzter Wellensittich war auch ein Einzeltier. Dass gerade Wellensittiche nicht alleine gehalten werden sollen, daran hatte ich nicht gedacht damals. Jedenfalls war er zu alt, ich wollte weder ihm ein Jungtier antun, noch dem Jungtier, dass er irgendwann alleine ist. Also gab ich ihn zu meiner Oma, die einen Nymphensittich hatte, der ungefähr das gleiche Alter hatte. Als der Wellensittich dann eines Wochenende sein Fressen und Trinken verweigerte, musste ich einen Tierarzt suchen, der Wochenenddienst hatte und ihn von seinen Qualen erlöste. Man stelle sich vor, von einem Tierarzt bekam ich den Rat, eine Decke drüberzulegen und abzuwarten, bis er tot ist! Das war für mich keine Option, also fuhr ich in den Landkreis, durfte noch für das Einschläfern bezahlen und begleitete das Tier beim sterben. Das ging mir so nah, dass ich mir schwor, ich schaffe mir kein Tier mehr an.

Als ich mit meiner Freundin zusammenkam, kam ich neben einer Frau und einem Teenager zu zwei Jack-Russel-Terriern und einem Aquarium voller Fischen. Hatte was von „Ich heirate eine Familie“, falls die Leser das noch kennen. Die Hunde sind mein Ein- und Alles. Aber sie sind schon über 10 Jahre alt. Den Gedanken mag ich nicht zu Ende führen.

  • Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Hm… Finanziell sollte es schon besser sein als im Moment, es ist kein Auskommen mit dem Einkommen. Aber das kennen sicher viele. Ich will perspektivisch die Ausgaben senken und die Einnahmen steigern.

Ausserdem will ich meinem „Stiefsohn“ ein guter Vaterersatz sein, so dass er später mal sagen kann: „Es war nicht immer alles schön, aber ich bin ein guter Mensch geworden, und daran haben meine Mutter und ihr Freund großen Anteil“.

  • Was war dein schönster Urlaub/wo möchtest Du mal hin?

An einen besonderen Urlaub kann ich mich nicht erinnern, jeder war schön, aber auch nichts besonderes. Irgendwann möchte ich mal nach Norwegen (evtl. Hurtigruten-Schifffahrt) und nach Neuseeland, wenn es realisierbar ist.

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