Mein Mensch…

Seit Juli 2015 bist Du mit Frauchen zusammen. Was war das aufregend, als ich dich das erste Mal gesehen habe. Ich habe gleich gemerkt, dass Du eine gute Seele hast. Meine Hunde-Frau Angie merkte es auch, aber sie braucht länger zu prüfen, ob sie ihr Herz verschenkt. Sei ihr nicht böse, so ist sie halt.

In der Zeit haben wir gegenseitiges Vertrauen aufbauen können. Als Du einmal im Scherz so getan hast, als ob Du eine leere Wasserflasche werfen würdest, hast Du an meiner Reaktion sofort gemerkt, dass ich da vorbelastet bin, und es nicht einmal im Scherz gemacht.

Diese schnelle Reaktion, diese Auffassungsgabe. Es gibt wenige Menschen, die das haben. Auch wenn Kommunikation manchmal schwierig ist, weil ich nicht sprechen kann, verstehst Du recht schnell, was ich möchte oder was nicht.

Wenn ich mal knurre, weißt Du, dass ich das nicht mache, weil ich dich bedrohen will, sondern z.B. weil Du mir versehentlich weh getan hast. Du entschuldigst dich gleich dafür, das verstehe ich. Bist mir nicht böse, so wie ich dir nicht. Auch, wenn beim raufen mal einer meiner Zähne deine Hand verletzt, begreifst Du, dass das nur im Spiel in der Hitze des Gefechts war und keine Absicht.

Du verstehst, dass Frauchen die Rudelführerin ist, dass ich natürlich hauptsächlich auf sie achte, aber Du kommst sofort danach.

Als Du Anfang 2016 schwer krank warst, konnte ich nicht verstehen, was genau Du hattest. Ich merkte nur, dass es dir gar nicht gut ging. Ich war froh, als Frauchen mit dir zum Arzt ging, auch wenn wir danach ein paar Tage getrennt waren. Als Du wiederkamst, ging es dir wieder besser.

Als dann Frauchen zur Kur ging, warst Du für Angie und mich da. Du durftest uns (deinem Chef sei dank) mit zur Arbeit nehmen und hast trotz der Arbeit die Zeit gefunden, mit uns Gassi zu gehen und zu spielen. Wir haben in den schweren Zeiten zusammen gehalten!

Wie es das Beitragsbild schon zeigt, wir gehen Hand in Hand. Manchmal schlafen wir knuddelnd ein. Ich kann zwar nicht schnurren wie eine Katze, aber leicht ähnliche Töne gebe ich dabei von mir.

Ich liebe dich, und ich weiß, Du liebst mich.

Dein Arnie

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Warum ich es hasse, in Deutschland Auto zu fahren

Kennt ihr das? Der Verkehr ist zügig, aber keine Raser unterwegs. Keine Gaffer. Kein Überholen in der Verbotszone, die Geschwindigkeitsbegrenzung wird eingehalten… Und dann kommt die Grenze, und du bist wieder in Deutschland. Krieg auf den Straßen.

Geschwindigkeitsbegrenzung? Nur eine empfohlene Geschwindigkeit.

Überholverbot? Wird ignoriert, schließlich lohnen sich die 2 Liter höherer Durchschnittsverbrauch, um 2 Minuten eher da zu sein. Den in Kauf genommenen Unfall mit dem Gegenverkehr sowieso.

Auf der Autobahn noch schnell überholen, obwohl man den Überholten danach schneiden muss, um die Ausfahrt noch zu erreichen.

Mindesabstand ist der halbe Tacho. Allerdings ist die 1/2 Geschwindigkeit in Metern gemeint, nicht die halbe Tachobreite.

Parkverbot? Was soll der Blödsinn…? Nur Schickane!

Rettungsgasse? Was soll das sein??

Sperrung wegen Wiederbelebungsmaßnahmen? Mir doch egal, ob einer draufgeht. ICH MUSS HIER DURCH, SOFORT!

Handy am Steuer? Macht doch eh‘ jeder.

Fahrerflucht? Fahrerflucht!

Stau auf der Autobahn ist an der Tagesordnung. Entweder, weil Schaulustige den Verkehr behindern, oder es nicht eingehalten wird, dass man langsamer mit gleichbleibender Geschwindigkeit fahren soll. Immer anfahren, Vollgas und wieder abbremsen. Und alle dahinter genauso.

Es ist wieder Krieg in Deutschland, nur das keine Bomben fallen.