Schock! – Oder: Warum wir fallen

Ich schreibe heute einen nachdenklichen Blog, weil ich was verarbeiten muss:

Eine mir vom Schreiben bekannte Person von Twitter ist verstorben. Sie war keine 40. Vor 4 Monaten habe ich von ihr noch ein Weihnachtsgeschenk bekommen. Vorher hatte ich ihr eine Karte und einen Engel geschickt, weil sie da schon krank war. Ich habe ihr von ganzem Herzen gewünscht, das 2018 besser wird.

Es sollte anders kommen. Ein paar Monate danach starb sie. Immerhin, wenn man was „positives“ sehen will: Es kam wohl nicht ganz überraschend für sie und ihren neuen Freund, zu dem sie nur ein paar Monate zuvor gezogen war und der wohl bis zum Schluß unerschüttlich an ihrer Seite war. Sie konnten sich auf das Unvermeidliche ein wenig vorbereiten. Dann starb sie im Schlaf. Das wird den Wenigsten von uns gegönnt sein.

Dennoch: Was in ihm vorgehen muss, kann ich nicht ermessen. Es muss furchtbar sein, eine Partnerin zu finden, mit der man durch dick und dünn geht und die einem dann wieder genommen wird. Für die Eltern, die ihr Kind unter die Erde bringen müssen. Was das bedeutet, diese Leere… Ich kann es nur erahnen. Ich nehme, auch wenn sie mir persönlich unbekannt war, großen Anteil. Wie mag es erst den Angehörigen und Freunden gehen?

„Warum fallen wir? Damit wir lernen, wieder aufzustehen.“ sagte der Vater von Bruce Wayne (Batman). Irgendwo hat er absolut Recht damit, doch es ist zumindest ok, wenn wir einen furchtbaren Niederschlag bekommen, kurz liegenzubleiben, wenn man keine Kraft hat, sofort aufzustehen. Nur liegen bleiben sollte man nach Möglichkeit nicht.

Ich wünsche den Hinterbliebenen diese Kraft, weiterzumachen!

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