Blog

Besser Leben IV – Thema Eigenverantwortung

Letztens habe ich ein Lied gehört, über dessen Kernaussage ich Schaum vor dem Mund bekommen habe: „Look what you’ve made me do“ von Taylor Swift.

Warum ich da so extrem reagiert habe? Meint sie das etwa ernst? Gibt sie ernsthaft jemand anderem für ihr Verhalten die Schuld und sucht die Verantwortung nicht zuerst bei sich?

Nun, unterstellen wir mal, sie hat es nicht so gemeint und eher auf Verkaufszahlen geachtet. Doch das führt mich zu einer anderen Annahme: Gibt es so viele Menschen, die Andere für ihr Verhalten verantwortlich machen?

Keine Frage, ich will damit nicht die Leute verteidigen, die sich mies verhalten. ABER: Welche Reaktion ich darauf zeige, wie ich mich künftig verhalte: Die Entscheidung liegt bei mir, und NIEMANDEM sonst.

Wenn ich meine, den Grund für mein Verhalten bei Anderen zu suchen. Wo führt das hin? Ist es okay, wenn ich eine Bank überfalle um an Geld zu kommen, weil mein Chef mich schlecht bezahlt? Nein, ist es nicht. Es ist meine Entscheidung, ob ich den Arbeitsplatz behalte oder mir was anderes suche. Meine Entscheidung, ob ich die Maske aufsetze und mit einer Waffe in die Bank gehe oder nicht. Das Verhalten Anderer mag ein Auslöser sein. Aber wie ich reagiere, das liegt bei mir!

Links zu anderen Besser Leben-Blogs:

Besser Leben I: Zeit für sich schaffen

Besser Leben II: Meide diese 5 Worte/Sätze!

Besser Leben III: 9 Anzeichen, dass Du den falschen Job hast

Brief an mich – Alter: 15

Ob Du es glaubst oder nicht. Ich bin Du. Nur etwas älter. So alt, wie Du in dem Alter nicht dachtest, dass man so alt werden kann. Ich bin 44. Fast 3x so alt wie Du jetzt. Ich weiß, Du bist ein Teenager und willst dir nicht viel sagen lassen. Aber bitte, nimm dir ein paar Minuten Zeit.

Lass‘ mich überlegen, was war dir damals besonders wichtig? Du wolltest gerne eine Frau, eine Familie haben. Das wirst Du kriegen. Du wolltest gerne finanziell unabhängig sein, das bist Du. Du hast viel erreicht und kannst stolz auf dich sein.

Aber es wird auch Zeiten geben, wo nicht alles gut läuft. Du wirst nicht materiell reich, Du wirst Diabetes bekommen, Du wirst schwer krank werden, dir wird die Abnabelung von deiner Mutter sehr lange nicht gelingen. Du wirst lange Zeit im Job unglücklich sein, es wird dir lange nicht gelingen, eine zu dir passende Frau zu finden. Du wirst durch ein Tal an negativen Erlebnissen gehen müssen, wie ich es keinem wünsche.

Aber sei und bleib stark, denn dein Mut, durchzuhalten, wird belohnt werden. Irgendwann, wenn Du dem Aufgeben nahe bist, wird sich dein Leben fundamental ändern. Du wirst die menschliche Nähe und Liebe erfahren, die Du dir immer gewünscht hast.

Es gibt aber einen Haken: Du wirst das alles erst bekommen, wenn Du bereit bist, loszulassen. Die Sicherheit aufzugeben ist dafür von Nöten. Ich weiß, dass Du nicht wie mein heutiger Stiefsohn bist, der sehr selbstbewußt und stark ist. Du bist noch tief verunsichert, zu den Opfern noch nicht bereit. Setzt dich nicht unter Druck, irgendwann wirst Du merken, wann es soweit ist, und den neuen Weg erfolgreich gehen.

Ob Du auch erfolgreich gewesen wärst, wenn Du den Weg schon früher gegangen wärst? Keine Ahnung, eine Garantie gibt es halt nicht. Das hier ist das Leben. Es handelt sich nicht um Gebrauchtwagen. Es hätte gut sein können, dass Du gescheitert wärst.

Dein Alex

Ich bin ein wandelndes Buffet…

Es gibt evolutionär eine Nahrungskette. Der Mensch ist oben, Mäuse und Ratten sind weiter unten. Aber es gibt auch eine gefühlte Nahrungskette. Und da stehe ich als Mensch unter den Parasiten wie z.B. Mücken.

Beispiele gefällig?

Pfingsten 2018. Ich habe mit meiner Verlobten eine Radtour gemacht. Wir haben eine Pause gemacht. Doch die Pause war kein Vergnügen für mich.

Ein Fluss, ein lauer Sommerabend, es war warm. Ich hatte zwar keine kurze Hose an, dennoch konnte ich die Klingel hören und einen Ausruf: „DAS BUFFET IST ERÖFFNET“

10 Minuten haben wir Pause gemacht. In der Zeit habe ich ca. 20 Mücken gekillt, die sich gerade zur Mahlzeit niedergelassen haben. Nicht bemerkt habe ich ca. 10 mal, die ich gestochen wurde. Gemerkt habe ich erst das Jucken, als ich nach Hause kam. Und die teils heftigen Beulen und Entzündungen, die daraus geworden sind. Also, 30 Angriffe in 10 Minuten. Also rund alle 20 Sekunden ein Übergriff auf ein harmloses Opfer der gemeinen und hemmungslosen Mücken.

Szenenwechsel. Ein anderer Abend. Ich liege im Bett. Stille. Aus einer leichten Erkältung heraus habe ich innere Hitze und das Bedürfnis, meinen Körper etwas zu kühlen, sprich: Nicht alles zuzudecken. Ich komme zur Ruhe. Bis etwas die Ruhe durchbricht.

„Sssssssssssss“

Alarm! Mücke im Schlafzimmer. Und nein, sie gönnt mir keine Ruhe, dem an Männergrippe erkrankten, um sein Leben kämpfenden Mann. Sie geht nicht zu meiner Verlobten. ZU MIR! Skandal sondergleichen.

Also, wohl oder übel decke ich mich zu. Vorbei die Ruhe und die Erholung. Nun gut, ist nicht zu ändern.

Ich habe aber wenigstens etwas gefunden, was die Mücken etwas abhält. Japanisches Minzöl. Also träufel ich mir etwas auf die Ohren. Die glühen zwar recht bald, meine Verlobte leidet an Atemnot. Die Hunde flitzen aus dem Schlafzimmer. Aber die Mücke gibt Ruhe.

Ein Tag im Leben eines Bloggers

Um euch heute mal einen Einblick in mein Leben zu geben, stelle ich heute mal einen Tag aus meinem (Blogger-)Leben vor.

Seit Oktober 2017 ist mein Blog am Start. Der erste Blog war Offener Brief an meine Mutter , gefolgt von mal mehr erfolgreichen Themen Kindheit – Gestern und heute und über den Umgang mit sozialen Medien, mal leider weniger erfolgreichen, denen ich mehr Leser gewünscht hätte: Wie viel Weiblichkeit verträgt der Mann? oder: Warum ich in der heißesten Nacht 2015 trotzdem fror

Und immer wieder die Überlegung: Schreibe ich die Artikel mit „Du“ oder „Sie“? Nun, ich habe inzwischen mehr als 40 Artikel veröffentlicht, die mit „Du“ geschrieben sind. Einfach, weil ich mich dazu entschieden habe, weil ich denke, so fühlt sich der Leser persönlich angesprochen und vertrauter. Dennoch, wir leben in einem Kulturkreis, wo das „Sie“ sehr verwurzelt ist.

Bei jedem neuen Beitrag habe ich die Überlegung: Wird der Beitrag humorvoll oder nachdenklich? Einerseits will ich mich da nicht auf nur eine Schiene festlegen, aber manchmal kann das auch etwas lähmen. Ich bin kein professioneller Schriftsteller, von daher kann ich ein nachdenkliches Thema nicht humorvoll darstellen. WordPress sei dank gibt es hier eine Warteschlange, wann man was veröffentlichen will. So nutze ich kreative Ergüsse dazu, auf Vorrat zu schreiben. Aber immer gelingt das nicht.

Genug an den Blog gedacht und auf zur Arbeit. Manchmal kommt es vor, dass mich mitten in der stressigsten Arbeit ein Gedanke packt und nicht mehr loslässt. Die Kreativität überkommt mich. Also halte ich gewisse Eckpunkte irgendwo fest und nutze die Pause um zu schreiben. Manchmal dehne ich die Pausen ein wenig, die Zeit arbeite ich dann nach. Mein Chef ist da flexibel, ihm ist wichtig, dass die Arbeit erledigt wird, und das wird sie.

Heute Morgen vor der Arbeit habe ich in einem Buch gelesen: „Wenn Du dir vorstellst, dass es ein guter Tag wird, wird es auch einer.“ Das hielt auch ein paar Stunden. Der Chef wollte etwas, wo intern ein leichter Zuständigkeitskonflikt war. Ich habe es in die Hand genommen. Leider gab es Hindernisse bei der Beschaffung, was der Chef haben wollte.

Vorbei sind die Zeiten, wo ich ein berufliches Scheitern persönlich genommen habe. Ich mache einen guten Job. Ich behaupte mal, was ich nicht erledigen kann, kann auch kein Anderer. Und dann liegt es nicht an meiner Arbeit, sondern an anderen Faktoren.

Die Arbeit ist erledigt, ich habe jetzt Feierabend. Der neue Beitrag ist auch fast fertig geworden. Jetzt steht Squash an. Ich bin zwar nicht mehr der Jüngste, aber mir macht das Spiel immer noch Freude. Gegen 19 Uhr bin ich geduscht und fertig mit der Welt zu Hause.

Doch von Feierabend noch keine Spur. Meine Freundin, die leider kein eigenes Auto hat, konnte nicht ausreichend einkaufen. Also bekomme ich von ihr und/oder dem Kind noch in der Tür gesagt: „Wir müssen noch einkaufen“.

Eine Stunde hat der Discounter noch offen. Also war es das mit erstmal Füße hoch und einen Kaffee trinken. Ich muss sofort wieder los. Dabei sei noch erwähnt, ich betreibe seit einiger Zeit das Intervallfasten. Für mich heißt das, von 20 Uhr bis nächsten Tag 12 Uhr absolut nichts essen. Nicht mal Milch in den Kaffee. Schwarzer Kaffee, ungesüßte Tees und Wasser sind aber erlaubt, alles ohne Kalorien. Also muss ich zwischen 19 und 20 Uhr den Einkauf erledigen und noch vor der Fastenzeit eine Kleinigkeit essen, es gibt lange nichts.

Gegen 20 Uhr sitze ich endlich auf der Couch und trinke meinen Kaffee. Ohne Milch, weil ja die Fastenzeit begonnen hat.

Gut nur, dass ich im Moment keine Fortbildung mehr mache. Denn die ging teilweise bis 22 Uhr, so dass nur noch Zeit war, für den nächsten Tag die Tasche zu packen und schlafen zu gehen.

 

Als Erwachsener verlernt

In letzter Zeit habe ich oft darüber nachgedacht. Kinder müssen auf dem Weg, Erwachsene zu werden, so viel lernen. Sei es etwas elementares wie Rechnungen bezahlen. Sobald die Schulzeit vorbei ist, ist auch der Welpenschutz irgendwo vorbei. Der „Ernst des Lebens“ beginnt. Wobei viele ja schon sagen, dieser beginnt mit der Schulzeit, aber ich habe dazu eine andere Meinung.

Wie auch immer: Kinder haben Eigenschaften, die wir verlernt haben. Auch die Interaktionen mit anderen Menschen werden mit mehr Erfahrung und Wissen nicht leichter, sondern schwerer. Unsere Erfahrung mit anderen Menschen und die Wechselwirkung auf uns selber macht uns die Entscheidung, wie wir etwas angehen, verdammt schwer. Es gibt den Choleriker, den Verständnisvollen, die Diva, … Und jeder reagiert anders.

All diese Unwägbarkeiten lassen es uns schwer werden, zu handeln. Wohl dem, der sich entscheidet und sich dabei treu bleibt. Konsequenzen Konsequenzen sein lässt, dabei er selber bleibt und dabei riskiert, einen möglichen Verlust einzugehen.

Werfen wir einen Blick auf das, was Kinder Erwachsenen voraus haben:

  • Unbeschwertheit

„Ich dachte, Du spielst nicht mehr mit …?“ „Das war doch gestern.“ Genau das können wir von unseren Kindern lernen, im Hier und Jetzt zu leben und unbeschwert zu sein. Denn was nützt es uns, in einem schönen Moment an unangenehme, vergangene oder zukünftige Ereignisse zu denken? Wenn dich solche Gedanken belasten, dann atme tief durch und wiederhole den Satz: „So blöd es auch ist, ich kann es nicht ändern und werde mir meine Laune nicht davon verderben lassen.“

  • Im Jetzt leben, den Moment genießen

Dieses Thema ist eng verknüpft mit dem ersten Thema. Kinder genießen den Moment, leben im Jetzt, ohne groß nachzudenken, was sein wird oder was war. Viel an der kindlichen Unbeschwertheit ist uns Erwachsenen verloren gegangen. Was ja auch nachvollziehbar ist. Als Erwachsener lässt es sich nicht mehr so einfach völlig unbeschwert sein: berufliche Anforderungen, Verpflichtungen, Verantwortung für die Familie etc.

Erwachsene grübeln gerne. Wir bereuen unsere Vergangenheit, fürchten unsere Zukunft und verschwenden viele Gedanken für Dinge, die wir nicht mehr ändern können. Wie viel Zeit verwenden Kinder wohl für solche Gedanken? Gar keine! Kinder leben im Moment. Natürlich fiebern sie auch mal großen Ereignissen entgegen, aber der Vergangenheit hängen sie kaum nach.

Achtsamkeit ist zurzeit das große Thema. Um zu lernen, im Hier und Jetzt zu leben und den Alltag zu entschleunigen, besuchen wir Workshops und teure Seminare. Dabei ist es eine Kunst, die wir als Kinder perfekt beherrscht haben! Stundenlang an einem Legohaus basteln, Bilder malen, die Schwerelosigkeit des Wassers spüren – Kinder können sich in die Dinge, die sie tun, vertiefen. Dabei ist es ihnen egal, ob dabei etwas Sinnvolles herauskommt oder ob etwas anderes liegen bleibt. Und sie brauchen nicht mal einen Meditationskurs dafür. Also, versucht es auch mal: Vergesst die To-Do-Liste und tut wenigstens einmal am Tag ganz bewusst etwas, worauf ihr Lust habt. Am besten mit den Kindern zusammen!

  • Neugierde

Kinder sind neugierig, auch auf Dinge, die für uns „Große“ selbstverständlich erscheinen. Kinder probieren aus, testen aus, hinterfragen Sachen, die uns selbstverständlich erscheinen. Beispiele gefällig?

„Warum ist der Himmel blau?“ „Warum ist Wasser nass?“

Was habt ihr gestern auf dem Weg zur Arbeit gesehen? (Mal abgesehen von dem Idioten, der euch die Vorfahrt genommen hat.) Ein schönes Blatt, das auf dem Weg lag? Einen Lichtstrahl, der sich in einer Pfütze spiegelte? Einen merkwürdigen Käfer mit langen Fühlern? Nein, vermutlich nicht. Wenn wir ehrlich sind, bewegen wir uns meistens total blind durch die Gegend. Wir kommen zwar da an, wo wir wollen, aber verpassen dabei die vielen interessanten und schönen Dinge, die es in unserer Umwelt gibt. Kinder sehen sie, denn für sie sind sie neu. Aber was spricht denn dagegen, sie mit ihnen wieder neu zu entdecken?

  • Die eigenen Grenzen austesten

Kinder lassen sich ungern erzählen, was sie nicht können oder dürfen. Es ist schwer, sie davon abzuhalten, einen wackligen Baum zu erklimmen oder von einer hohen Mauer zu springen. Sie haben wenig Angst vor Herausforderungen, probieren alles einfach aus und lernen ihre eigenen Grenzen kennen – auch wenn das manchmal weh tut.

Was hast Du zu verlieren? Klar kannst Du scheitern, aber wenigstens kannst Du dir niemals vorhalten, es nicht mindestens versucht zu haben.

  • Mit der Fantasie spielen

Wie oft werden im Beruf und im Alltag kreative Lösungen von einem gefordert? Hierfür kannst Du einiges von Ihren Kindern lernen, denn nichts ist für sie natürlicher, als das spielen. Die Kleinen fantasieren stundenlang und erschaffen ganze Welten in ihrem Kopf. Wäre es nicht toll, diese Fähigkeit auch noch als Erwachsener zu besitzen? Das geht ganz einfach – Spiele! Denn dabei wird die Fantasie ordentlich angekurbelt. Das hilft, abstrakt zu denken und neue Lösungswege zu entdecken.

  • Hilfe suchen und annehmen, wenn man sie braucht

Kinder laufen schnell zu Eltern, Lehrern oder Verwandten, wenn ihnen etwas nicht gelingt. Sie fordern Hilfe ein und bekommen sie meist auch. Je älter wir werden, desto größer wird unser Anspruch, alles selber zu machen. Aber wer erlegt uns diese Last eigentlich auf? Warum fällt es uns so schwer, zuzugeben, wenn wir etwas nicht allein schaffen?

  • Abschalten und einfach nur Spaß haben

Suche dir eine Tätigkeit, die dir Spaß macht. Sei es Sport, Handarbeit oder ein Buch – Hauptsache Du bist glücklich. Versuche, abzuschalten und sich nur auf das Hobby zu konzentrieren. Das erfordert anfangs etwas Übung, aber in der Hektik des Alltags ist es wichtig, loszulassen und manchmal nur für den Moment zu leben.

  • Fremden mit Offenheit begegnen

Wir haben viele Vorurteile, ob wir das zugeben wollen oder nicht. Diese voreiligen Schlüsse basieren auf Erfahrungen, die wir im Leben gemacht haben und beeinflussen uns ganz unterbewusst. Meist sind sie aber nur Steine, die uns im Weg liegen. Bevor wir diese Vorurteile auf unseren Nachwuchs übertragen, begegnen die Kleinen neuen Menschen komplett unvoreingenommen und interessiert. Besonders, wenn die fremde Person äußerlich ganz anders aussieht als wir. Wenn wir von unseren Kindern lernen, offen auf andere zuzugehen, eröffnet uns das wohlmöglich viele Chancen – neue Freunde, berufliche Kontakte, wer weiß? Wenn Du das nächste Mal beim Sportkurs, auf dem Spielplatz oder beim Einkaufen in ein Gespräch verwickelt werden, seie offen und versuche, die neue Person kennenzulernen. Möglicherweise ergibt sich ein wertvoller Kontakt oder einfach eine neue, erfrischende Perspektive.

  • Interesse an digitalen Medien und neuen Technologien

Es ist verblüffend, dass selbst Kleinkinder in Sekundenschnelle unsere ausgefuchste Bildschirmsperre überwinden. Während Mama und Papa noch Gebrauchsanweisungen studieren, nutzen Kinder Smartphones, Tablets etc. ganz selbstverständlich. Diese Neugier auf Neues und die schnelle Auffassungsgabe ist beeindruckend.

Vielleicht können wir uns diese natürliche Affinität zur neuen Technik nicht auf die Schnelle von unseren Kindern abschauen, aber wir können von ihnen lernen – und zwar wortwörtlich. Lassen Sie sich alles Neue haarklein von Ihrem Nachwuchs erklären. Seie interessiert und verteufel die neuen Technologien nicht. Das kommt beiden Seiten zu Gute. Schließlich platzen die Kleinen vor Stolz, wenn sie ihren Eltern etwas beibringen können.

Noch ein Gedanke in eigener Sache. Ich lese gerade ein Buch „Durch Begegnungen wachsen“. 

Es ist ein interessantes Buch, was an vielen Stellen dazu führt, dass man reflektiert, über sich selber nachdenkt. Ich denke, auch wenn hier in meinem Blog die „Merksätze“ fehlen, könnte es ein wenig durch den Stil beeinflusst sein. Jedenfalls habe ich mir beim Schreiben auch viele Gedanken über mich selbst und Kinder allgemein gemacht, so dass ich sie an manchen Stellen durchaus mit anderen Augen sehe.

 

Schock! – Oder: Warum wir fallen

Ich schreibe heute einen nachdenklichen Blog, weil ich was verarbeiten muss:

Eine mir vom Schreiben bekannte Person von Twitter ist verstorben. Sie war keine 40. Vor 4 Monaten habe ich von ihr noch ein Weihnachtsgeschenk bekommen. Vorher hatte ich ihr eine Karte und einen Engel geschickt, weil sie da schon krank war. Ich habe ihr von ganzem Herzen gewünscht, das 2018 besser wird.

Es sollte anders kommen. Ein paar Monate danach starb sie. Immerhin, wenn man was „positives“ sehen will: Es kam wohl nicht ganz überraschend für sie und ihren neuen Freund, zu dem sie nur ein paar Monate zuvor gezogen war und der wohl bis zum Schluß unerschüttlich an ihrer Seite war. Sie konnten sich auf das Unvermeidliche ein wenig vorbereiten. Dann starb sie im Schlaf. Das wird den Wenigsten von uns gegönnt sein.

Dennoch: Was in ihm vorgehen muss, kann ich nicht ermessen. Es muss furchtbar sein, eine Partnerin zu finden, mit der man durch dick und dünn geht und die einem dann wieder genommen wird. Für die Eltern, die ihr Kind unter die Erde bringen müssen. Was das bedeutet, diese Leere… Ich kann es nur erahnen. Ich nehme, auch wenn sie mir persönlich unbekannt war, großen Anteil. Wie mag es erst den Angehörigen und Freunden gehen?

„Warum fallen wir? Damit wir lernen, wieder aufzustehen.“ sagte der Vater von Bruce Wayne (Batman). Irgendwo hat er absolut Recht damit, doch es ist zumindest ok, wenn wir einen furchtbaren Niederschlag bekommen, kurz liegenzubleiben, wenn man keine Kraft hat, sofort aufzustehen. Nur liegen bleiben sollte man nach Möglichkeit nicht.

Ich wünsche den Hinterbliebenen diese Kraft, weiterzumachen!

Bist Du religiös?

Religion ist ein gefährliches Thema. Kriege, Kreuzzüge, Verfolgung waren oder sind das Resultat daraus. Auch ich habe damit unangenehme Erfahrungen sammeln können, wenngleich noch vergleichsweise harmlos. Ich habe eine Meinung dazu, doch die behalte ich öffentlich für mich.

Unter dem Strich haben alle Religionen, soweit ich weiß, eines gemeinsam. Ziel ist es, verschiedene Menschen zu einen und zu einem Ziel zu ordnen. Damit wir nicht im Chaos enden. Sehr sinnvoll war dies in alten Zeiten, als Projekte angegangen wurden, für die man Einigkeit brauchte.

Schnell wurde die Einigkeit aber durchbrochen. Weil manche sich dem anderen überlegen fühlten. Den eigenen Glauben dem Anderen aufzwingen wollte. Das funktioniert aber nicht, eher erhöht es den Widerstand.

Was haben wir nicht alles hinter uns. Die Menschheitsgeschichte ist voll von Untaten, begangen von und gegen alle Religionen.

Ausnahme ist der Buddhismus (wenn ich falsch liege, bitte klärt mich auf!). Ich lese gerade ein sehr interessantes Buch, geschrieben von Christen, die betrachten, ob der Buddhismus eine Religion ist. Sie bejahen es, obwohl ja kein „Gott“, also ein höheres Wesen in dem Sinne im Buddhismus vorhanden ist. Aber die Ziele sind der Religion ähnlich, weshalb es als Religion anerkannt wird.

“ Ich kann das erklären, Chef…“

Eine Geschichte, die ich immer wieder gerne erzähle, ist diese:

Ich war noch in der Ausbildung. Da war der eine Kollege, der sehr neugierig war. Eine Kollegin, damals noch sehr jung, der Kollege, der sein eigenes Büro hatte, weil er Kettenraucher war. Sowie der Chef und ich. Das sind die Protagonisten dieser Geschichte.

Es war im Jahr 1998. Ich war damals im zweiten Lehrjahr, meine Kollegin im dritten und letzten Lehrjahr. Es war ein relativ normaler Vormittag bis dahin. Der kettenrauchende Kollege hatte einen Tag frei. Der Chef war nicht im Haus, er hatte einen auswärtigen Termin. Meine Kollegin und ich dachten, wir können eine Raucherpause machen, da der Chef nicht da ist und es bei dem Kollegen im Büro nicht auffällt vom Geruch.

Da war nur ein Problem: Der neugierige Kollege. Er sollte nicht mitkriegen, was wir machen. Also gingen wir in das Einzelzimmer und schlossen hinter uns zu, damit keiner hinterher gehen kann.

Eine dumme Idee. Über den Anschein, den wir erweckt hatten, brauchen wir nicht reden.

Nach ein paar Minuten wurde tatsächlich am Türgriff versucht, die Tür zu öffnen. Meine Kollegin und ich grinsten uns an und dachten: ‚Doch eine gute Entscheidung.‘ Leider war es nicht der neugierige Kollege.

ES WAR DER CHEF.

Er hatte wohl was vergessen und war kurz zurück gekommen. Wir erkannten ihn an an der Stimme, als er murmelte: „Warum ist hier denn abgeschlossen?“ und wegstampfte.

Mit feuerroten Köpfen und wie von der Tarantel gestochen verließen wir stürmisch das Büro. Gefühlt alle der Kollegen waren anwesend und sahen uns. Die nächsten Stunden nahmen wir den Kopf runter und sahen weder nach links oder rechts beim arbeiten. Gott, war das peinlich…

Gegen Nachmittag dachte ich dann: ‚Du musst das aufklären, wenigstens beim Chef‘. Also ging ich in sein Büro und fragte, ob er einen Moment Zeit hat. Wieder wurde mein Kopf gefühlt weißglühend vor Scham, als ich sagte: „Ich weiß wie das aussieht, aber es war so:… „

Er lachte und glaubte mir, für ihn war die Sache damit erledigt, zumal auch meine Kollegin schon bei ihm war, kurz vor mir und das auch aufklärte.

Dennoch, es blieb eine Geschichte, die bestimmt auch heute noch neuen Kollegen erzählt wird.

 

Besser Leben III: 9 Anzeichen, dass Du den falschen Job hast

Zu dem Thema gibt es unzählige Artikel. Meine halte ich aus dem Grund innovativ, weil sie kurz und prägnant sind. Klar, man darf nicht immer simplifizieren. Aber: Manches machen wir uns schwerer als nötig. Man sollte bedenken: Die Entscheidung ist nicht leicht, aber ganz einfach.

Das Leben ist leicht. Von einfach hat keiner geredet“

Hier also meine Liste:

  1. Du liest diesen Artikel. Immer noch.
  2. Du kommst morgens nicht gut aus dem Bett. (Motivation und Biorhythmus sind zwei ganz verschiedene Dinge).
  3. Du kannst dich nicht auf deine Kollegen verlassen. Jeder kämpft für sich.
  4. Du kannst nicht abschalten. Schon Sonntag Mittag quält dich der Gedanke an den bevorstehenden Montag.
  5. Du bist auch im Privatleben unglücklich. Dieser Punkt ist diffizil, weil nicht immer klar ist, ob der Job Auswirkungen auf’s Privatleben hat oder umgekehrt. Ich spreche aus Erfahrung.
  6. Du bist im Job gelangweilt oder überfordert.
  7. Du wirst Opfer von Mobbing und/oder Bossing.
  8. Du wartest nur auf den Feierabend, das Wochenende oder deinen Urlaub
  9. Kannst Du die einfache Frage beantworten: „Warum machst Du den Job?“

Was Du mit der Feststellung, ob dein Job der Richtige ist oder nicht, machst: Diese Entscheidung kann ich dir nicht abnehmen.

Links zu anderen Besser Leben-Blogs:

Besser Leben I: Zeit für sich schaffen

Besser Leben II: Meide diese 5 Worte/Sätze!

 

3 Dinge, die ich bis heute bereue und wie Du sie vermeidest

1. Das ich nicht eher erwachsen wurde.

Klar habe ich mich zeitig von zu Hause gelöst (vielleicht etwas spät, aber im Rahmen). Jedoch habe ich es zugelassen, dass meine Faulheit gewonnen hat und ich mir von der Mutter, die nicht loslassen konnte, wieder habe vereinnahmen lassen. Im Prinzip wurde dadurch alles rückgängig gemacht. Ich war mit 20 weiter als mit 30 Lebensjahren. Erst war es das Wäsche waschen, dann Hilfe beim einkaufen, und so weiter. Ich sehe den Sohn meiner Freundin. Er ist, hart gesagt, mit 14 weiter und selbständiger als ich mit 30. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied. Seine Mutter, meine Freundin, erzieht ihn zu einem Menschen, der sein Leben selbständig meistern kann. Klar macht er in dem Alter manchen Blödsinn, aber wer hat das nicht? Übrigens: Ich werfe es meiner Mutter nicht alleine vor. Auch ich trage meine Schuld daran, denn ich habe es zugelassen.

Mein Rat an euch:

Für die Kinder: Lasst euch eure Selbständigkeit nicht nehmen. Auch wenn es mal unbequem ist.

Für die Eltern: Gewöhnt euch daran, dass Kinder eigenständige Menschen werden, aber auf dem Weg dahin Hilfe brauchen. Wenn sie soweit sind: Lasst los. Sie gehen selten verloren.

Für Betroffene: Kommt in’s Reine damit. So bitter es ist: Verlorene Zeit kommt nicht wieder zurück. Ihr könnt nur verhindern, noch mehr Zeit zu opfern.

 

2. Das ich zuviel Zeit verschwendet habe.

Zum einen spielt Punkt 1 darein. Aber nicht nur. Es sind auch „falsche Freunde“ und Frauen, denen man hinterhertrauert, weil man an der so genannten „Oneitis“ leidet. Da kann ich einige Lieder von singen. Bei „falschen Freunden“ ist es nicht leicht, sie zu erkennen, weil man echte Freunde oft erst in Notlagen erkennt. Bei der „Oneitis“ ist es leichter. Du bist einer Frau verfallen, die „die Eine“ ist? Wo du, nur um ihr nahe zu sein, den besten Freund spielst, ihr ihren Kummer und die Sorgen anhörst? Vielleicht verpasst du gerade eine tolle Frau, weil du nicht offen für was anderes bist. Denn für dich gibt es ja nur „die Eine“.

Mein Rat:

Ich litt Jahrelang selbst an der „Oneitis“. Bis ich nach einem Buch, das ich las, das Problem erkannte. Wenn es nicht zu einer Beziehung kommt, wird es das höchstwahrscheinlich auch nicht. Je mehr du versuchst, ihr nahe zu sein und den guten Freund spielst, umso mehr wird sie dich höchstwahrscheinlich auch nur als so einen wahrnehmen: Einen guten Freund. Aber wirklich enge Freundschaften kann es zwischen Männern und Frauen nicht geben. Schon gar nicht, wenn sich einer mehr erhofft. Nimmt sie dich nicht als Mann war, wird sie es höchstwahrscheinlich auch nie tun. Für Frauen gilt natürlich genau das gleiche, die an der „Oneitis“ leiden.

 

3. Ich ließ mein Selbstvertrauen leiden.

Das ist Fakt. Die mangelnde Abnabelung von zu Hause, die „Oneitis“ haben mein Selbstvertrauen stark schwinden lassen. Ich arbeite derzeit hart daran, es wieder aufzubauen. Die einzige Art von Selbstvertrauen habe ich über den Job bezogen, denn da war ich tough und gut ausgebildet. Ich wußte was ich tue und wer was zu tun hat. Privat kann ich nicht mal einen Nagel in die Wand bringen, krass gesagt.

Mein Rat:

Achtet auf euch. Wenn ihr merkt, dass euch etwas nicht gut tut, egal was es ist: Trennt euch davon. Bevor es euch runterzieht. Denn sich von etwas oder jemandem zu trennen ist zwar schmerzhaft, aber doch leichter, als später „die Scherben aufzulesen“