Besser Leben IV – Thema Eigenverantwortung

Letztens habe ich ein Lied gehört, über dessen Kernaussage ich Schaum vor dem Mund bekommen habe: „Look what you’ve made me do“ von Taylor Swift.

Warum ich da so extrem reagiert habe? Meint sie das etwa ernst? Gibt sie ernsthaft jemand anderem für ihr Verhalten die Schuld und sucht die Verantwortung nicht zuerst bei sich?

Nun, unterstellen wir mal, sie hat es nicht so gemeint und eher auf Verkaufszahlen geachtet. Doch das führt mich zu einer anderen Annahme: Gibt es so viele Menschen, die Andere für ihr Verhalten verantwortlich machen?

Keine Frage, ich will damit nicht die Leute verteidigen, die sich mies verhalten. ABER: Welche Reaktion ich darauf zeige, wie ich mich künftig verhalte: Die Entscheidung liegt bei mir, und NIEMANDEM sonst.

Wenn ich meine, den Grund für mein Verhalten bei Anderen zu suchen. Wo führt das hin? Ist es okay, wenn ich eine Bank überfalle um an Geld zu kommen, weil mein Chef mich schlecht bezahlt? Nein, ist es nicht. Es ist meine Entscheidung, ob ich den Arbeitsplatz behalte oder mir was anderes suche. Meine Entscheidung, ob ich die Maske aufsetze und mit einer Waffe in die Bank gehe oder nicht. Das Verhalten Anderer mag ein Auslöser sein. Aber wie ich reagiere, das liegt bei mir!

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Besser Leben I: Zeit für sich schaffen

Besser Leben II: Meide diese 5 Worte/Sätze!

Besser Leben III: 9 Anzeichen, dass Du den falschen Job hast

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Besser Leben III: 9 Anzeichen, dass Du den falschen Job hast

Zu dem Thema gibt es unzählige Artikel. Meine halte ich aus dem Grund innovativ, weil sie kurz und prägnant sind. Klar, man darf nicht immer simplifizieren. Aber: Manches machen wir uns schwerer als nötig. Man sollte bedenken: Die Entscheidung ist nicht leicht, aber ganz einfach.

Das Leben ist leicht. Von einfach hat keiner geredet“

Hier also meine Liste:

  1. Du liest diesen Artikel. Immer noch.
  2. Du kommst morgens nicht gut aus dem Bett. (Motivation und Biorhythmus sind zwei ganz verschiedene Dinge).
  3. Du kannst dich nicht auf deine Kollegen verlassen. Jeder kämpft für sich.
  4. Du kannst nicht abschalten. Schon Sonntag Mittag quält dich der Gedanke an den bevorstehenden Montag.
  5. Du bist auch im Privatleben unglücklich. Dieser Punkt ist diffizil, weil nicht immer klar ist, ob der Job Auswirkungen auf’s Privatleben hat oder umgekehrt. Ich spreche aus Erfahrung.
  6. Du bist im Job gelangweilt oder überfordert.
  7. Du wirst Opfer von Mobbing und/oder Bossing.
  8. Du wartest nur auf den Feierabend, das Wochenende oder deinen Urlaub
  9. Kannst Du die einfache Frage beantworten: „Warum machst Du den Job?“

Was Du mit der Feststellung, ob dein Job der Richtige ist oder nicht, machst: Diese Entscheidung kann ich dir nicht abnehmen.

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Besser Leben I: Zeit für sich schaffen

Besser Leben II: Meide diese 5 Worte/Sätze!

 

Besser Leben II: Meide diese 5 Worte/Sätze!

In einem chinesischen Sprichwort heißt es:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.

Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

  1. Ich muss… Nein, man muss nichts. Nur sterben und Steuern zahlen. Geben wir uns dem Gedanken hin, dass wir einen freien Willen haben. Beispiel: „Ich muss zum Arzt“. Nein, musst du nicht. Du hast den freien Willen, ob Du es aussitzt, ignorierst oder verschiebst.
  2. Ich versuche… Warum nur versuchen? MACHEN! Mit versuchen will man nur ein eventuelles Scheitern legitimieren. Oft in meinem Leben hatte ich schwere Aufgaben. Aber ich habe nicht darüber nachgedacht, zu scheitern. Das kann man noch, wenn es passiert ist.
  3. Rede nie schlecht über dich. Auch nicht im Scherz. Siehe das Sprichwort oben. Redest du schlecht über dich, setzt sich das im Unterbewußtsein fest und irgendwann ist man von dem Blödsinn überzeugt.
  4. …ja, aber… Nach dem „aber“ kommt das eigentlich wahre. Krasses Beispiel: „Ich mag dich ja, aber eigentlich bist du scheiße“. Was will der Redende sagen? Dass er den Empfänger mag oder scheiße findet? Vor dem „ja, aber“ kommt die Beschwichtigung, danach das Gemeinte.
  5. eigentlich, ist im Wesentlichen genau so. Gehört zu den „Weichmachern“, wie vielleicht, eventuell, im Prinzip, quasi,… Nehmen wir an, jemand sagt: „Eigentlich habe ich morgen keine Zeit.“ Ist man jetzt näher dran, zu erfahren, ob der Termin steht?

Kennt ihr noch Dragoslav Stepanovic? Damals in den 90’ern war er Trainer von Eintracht Frankfurt. Nach dem Saison-Mißerfolg sagte er auf einer Pressekonferenz den legendären Satz „Lebbe geht weiter“. Anfangs fragte ich mich: „Meint er das ernst?“ Später erkannte ich: „Ja“. Denn, egal was kommt, was passiert, wie tief man im Dreck sitzen mag, Lebbe geht weiter, man darf nur nicht aufgeben.

Analysieren, ob man allein weiter kommt oder sich Hilfe holen muss. Erkennt man letzteres, darf man nie zu stolz sein, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Heutzutage kann man in fast allen Dingen Hilfe bekommen, egal was es ist. Freunde, Familie, Ärzte, Hilfestationen.

Und helfen einem die Freunde nicht oder haben kein Verständnis für die Situation, bleibt wenigstens die bittere Erkenntnis: Dann waren es nie Freunde.

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Besser Leben I – Zeit für sich schaffen

Besser Leben I: Zeit für sich schaffen

Vorab ein paar Prämissen:

  1. Prioritäten setzen. Die Zeit für sich selber ist die Zeit für die wichtigste Person! Ohne egoistisch zu sein, sollte das klar sein. Danach kommt sofort Familie und dann Freunde. Der Job kommt erst danach, nicht vorher. Es ist „nur“ ein Job. Zeit für die eigene Gesundheit oder die Familie ist wichtiger!
  2. Vom Ballast trennen. Gibt es Projekte (privat oder beruflich), die viel Zeit und Energie kosten, aber nicht oder nur mit sehr viel Anstrengungen zu erreichen sind? Dann versuche objektiv, dich zu hinterfragen: „Sind die Projekte es wert, weiterhin so viel zu opfern?“ Wenn nein, dann über Bord damit! Egal, wie viel Zeit und Energie darin steckt.
  3. Ablenkungen vermeiden. Zur Not im Terminplan Termine mit sich selber machen und diese dann auch einhalten und andere Termine blocken. Nur auf diesen Termin mit sich selber konzentrieren. Keine beruflichen Mails lesen. Jetzt ist Freizeit! Auch WhattsApp, Twitter und Facebook sind Ablenkungen.
  4. Das Eisenhower-Prinzip beachten. Wir neigen dazu, Dringlichkeit vor Wichtigkeit zu erledigen. Was am meisten Lärm macht, wird zuerst erledigt. Aber das Wichtige muss mehr beachtet werden, das Unwichtige aber Dringende macht mehr Lärm!
  5. Erkennen, dass man keine Maschine ist. Auch mal akzeptieren, dass manches nicht geschafft werden kann.
  6. Nicht alles auf mal machen. Auch diese Checkliste ist kurz, aber effektiv, dass weiß ich aus eigener Erfahrung. Erst einen Punkt ändern, dann den Nächsten. Sonst ist Frust garantiert. Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

Checkliste

  • Der aktuellen Tätigkeit vollen Einsatz widmen
  • Der Reihe nach arbeiten, nicht von einer zur anderen Tätigkeit springen
  • Eine schlechte Gewohnheit aufzugeben, die uns von unseren wahren Zielen abhält.
  • Zeitfresser erkennen und vermeiden. Was einen nicht in den eigenen Zielen weiterbringt oder für besseres Wohlbefinden sorgt, meiden. So z.B. das „tratschen“ am Kaffeeautomaten.
  • Handyfreie Zeit schaffen.
  • Auch mal Zeiten einlegen, in denen man sich langweilt. Bewusst abschalten.
  • Sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Man muss nicht alles selbst erledigen. Delegieren lernen ist das Stichwort.
  • Auch mal Pausen gönnen, auf keinen Fall weitermachen, wenn man nicht mehr kann. Das fördert nur Burnout oder Depressionen.
  • Gesünder leben. Die Pommes im Imbiss mal weglassen, dafür einen Apfel essen. Für Bewegung sorgen. Mit der gesundheitlichen Balance wird die seelische kommen.