Was ist Reichtum?

Eine Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Es hängt davon ab, wie man die Prioritäten setzt im Leben. Und ich beleuchte mal ohne eine Wertung einfließen zu lassen.

Bist du materiell eingestellt, wird wahrscheinlich ein volles Bankkonto, der Porsche in der Garage, ein großes Haus und ein gutbezahlter Job für dich Reichtum bedeuten.

Bist du immateriell eingestellt, wird dir das alles nicht viel bedeuten. Dann bist Du der Meinung, dass all‘ das weniger Bedeutung hat als für den materiellen Menschen.

Kommen wir also zu den immateriellen Reichtümern: Gesundheit, Glück, Familie, Freunde. Alles das ist wertvoll, kann aber mit materiellen Werten nicht erkauft werden.

Für Krankheiten gibt es Ärzte, Medikamente, alternative Behandlungen,… Aber alles das kann dir nicht die verlorene Gesundheit zurückkaufen. Klar kannst du dir eine bessere Behandlung leisten als der Penner unter der Brücke. Aber wenn du weißt, du fährst mit dem Porsche zum Arzt (vielleicht hast du noch ein Jahr zu leben), während der Penner gesund ist, was wäre dir lieber?

Für Glück und Familie gilt das gleiche. Wobei ich das Püppchen, die einen Shopping-Besuch 300 € ausgibt, das Kind, das du bei Empfängen vorzeigst, weil es als schick gibt, Vater zu sein. Eben dieses Kind aber nicht mal deinen Geburtstag kennt: Das nenne ich nicht Familie.

Halten wir also fest: Es sind die immateriellen Dinge, denen es egal ist, ob du Bänker oder Obdachloser, guter oder schlechter Mensch, ein Freund oder Egomane bist. Gerade Krankheiten verwischen diese Grenzen. Machen uns zu absolut gleichen Menschen, die nur noch ein Ziel haben. Wieder gesund zu werden.

Ich kenne beide Seiten. Ich war zwar nicht materiell sehr reich, aber ich kam gut zurecht. Hatte fast genug gespart, um mir ein kleines Eigenheim ohne große Kredite anzuschaffen. Aber ich hatte weder Freunde noch Familie. Dann kamen verschiedene Umstände, die mich mein materielles Vermögen verlieren ließen, aber mir Familie und Freunde verschafften.

Was also ist besser? Aus meiner Sicht: Früher konnte ich mir (fast) alles kaufen, kam aber in meine leere Wohnung. Heute muss ich jeden Cent umdrehen, aber werde erwartet zu Hause.

Ich würde nie wieder tauschen wollen!

Werbeanzeigen