3 Dinge, die ich bis heute bereue und wie Du sie vermeidest

1. Das ich nicht eher erwachsen wurde.

Klar habe ich mich zeitig von zu Hause gelöst (vielleicht etwas spät, aber im Rahmen). Jedoch habe ich es zugelassen, dass meine Faulheit gewonnen hat und ich mir von der Mutter, die nicht loslassen konnte, wieder habe vereinnahmen lassen. Im Prinzip wurde dadurch alles rückgängig gemacht. Ich war mit 20 weiter als mit 30 Lebensjahren. Erst war es das Wäsche waschen, dann Hilfe beim einkaufen, und so weiter. Ich sehe den Sohn meiner Freundin. Er ist, hart gesagt, mit 14 weiter und selbständiger als ich mit 30. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied. Seine Mutter, meine Freundin, erzieht ihn zu einem Menschen, der sein Leben selbständig meistern kann. Klar macht er in dem Alter manchen Blödsinn, aber wer hat das nicht? Übrigens: Ich werfe es meiner Mutter nicht alleine vor. Auch ich trage meine Schuld daran, denn ich habe es zugelassen.

Mein Rat an euch:

Für die Kinder: Lasst euch eure Selbständigkeit nicht nehmen. Auch wenn es mal unbequem ist.

Für die Eltern: Gewöhnt euch daran, dass Kinder eigenständige Menschen werden, aber auf dem Weg dahin Hilfe brauchen. Wenn sie soweit sind: Lasst los. Sie gehen selten verloren.

Für Betroffene: Kommt in’s Reine damit. So bitter es ist: Verlorene Zeit kommt nicht wieder zurück. Ihr könnt nur verhindern, noch mehr Zeit zu opfern.

 

2. Das ich zuviel Zeit verschwendet habe.

Zum einen spielt Punkt 1 darein. Aber nicht nur. Es sind auch „falsche Freunde“ und Frauen, denen man hinterhertrauert, weil man an der so genannten „Oneitis“ leidet. Da kann ich einige Lieder von singen. Bei „falschen Freunden“ ist es nicht leicht, sie zu erkennen, weil man echte Freunde oft erst in Notlagen erkennt. Bei der „Oneitis“ ist es leichter. Du bist einer Frau verfallen, die „die Eine“ ist? Wo du, nur um ihr nahe zu sein, den besten Freund spielst, ihr ihren Kummer und die Sorgen anhörst? Vielleicht verpasst du gerade eine tolle Frau, weil du nicht offen für was anderes bist. Denn für dich gibt es ja nur „die Eine“.

Mein Rat:

Ich litt Jahrelang selbst an der „Oneitis“. Bis ich nach einem Buch, das ich las, das Problem erkannte. Wenn es nicht zu einer Beziehung kommt, wird es das höchstwahrscheinlich auch nicht. Je mehr du versuchst, ihr nahe zu sein und den guten Freund spielst, umso mehr wird sie dich höchstwahrscheinlich auch nur als so einen wahrnehmen: Einen guten Freund. Aber wirklich enge Freundschaften kann es zwischen Männern und Frauen nicht geben. Schon gar nicht, wenn sich einer mehr erhofft. Nimmt sie dich nicht als Mann war, wird sie es höchstwahrscheinlich auch nie tun. Für Frauen gilt natürlich genau das gleiche, die an der „Oneitis“ leiden.

 

3. Ich ließ mein Selbstvertrauen leiden.

Das ist Fakt. Die mangelnde Abnabelung von zu Hause, die „Oneitis“ haben mein Selbstvertrauen stark schwinden lassen. Ich arbeite derzeit hart daran, es wieder aufzubauen. Die einzige Art von Selbstvertrauen habe ich über den Job bezogen, denn da war ich tough und gut ausgebildet. Ich wußte was ich tue und wer was zu tun hat. Privat kann ich nicht mal einen Nagel in die Wand bringen, krass gesagt.

Mein Rat:

Achtet auf euch. Wenn ihr merkt, dass euch etwas nicht gut tut, egal was es ist: Trennt euch davon. Bevor es euch runterzieht. Denn sich von etwas oder jemandem zu trennen ist zwar schmerzhaft, aber doch leichter, als später „die Scherben aufzulesen“

 

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